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Live: Deftones 26.03.07

 

 

 

Die Deftones besuchten das Docks auf der Reeperbahn um ein wahnsinnig gutes Konzert zu geben. Die Band um Chino Moreno gab alles um das Puplikum in Rage zubringen. Vor der Stage wurde gemoscht, an der Theke wurde Bier gesöffelt (ohn mass) und auf der Tribühne genoss man die tolle Lichtershow.

Die neuen Deftones Songs (ausser Rats!Rats!Rats!) kamen leider nicht so gut rüber. Aber die alten Songs waren natürlich der Hammer. Sie alle waren dabei 7Words bis zu Bloody Cape.

Es war einmalig. Ein wahres Erlebnis.

 

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Like Linus (Demo Album)

2.4.07 17:20, kommentieren

Der Plattenladen

Der Weg zum Plattenladen ist nicht gerade weit, er ist bei mir um die Ecke, wo ich in weniger als zehn Minuten bin. Drinnen bleibe ich aber bis zu drei Stunden, obwohl ich den Laden in und auswendig kenne.

Der Plattenladen liegt im Grüngebiet meiner Stadt. Er ist recht groß und urig, ähnlich der Buchladen von Herrn Koriander. Halt nur mit Platten. Überall liegen, stehen und stapeln sie rum. CDs gibt es kaum. Sonst wäre es auch ein CD-Laden. Für CDs gibt es trotzdem eine kleine Sparte, genau wie für DVDs. Es ist leicht dunkel. Rechts, wenn man gleich reinkommt, stehen Plattenspieler mit Kopfhörer zum Probehören bereit. An den Wänden hängen Plakate und auf dem Fußboden kleben Aufkleber (wie auch auf der Toilette). Am Schaufenster liegen neuste Alben und Singles aus.

Sie suche eine Platte von der Punkband The Damned? Klar, die ist unter Punk zu finden. Aber hier gibt es eine Originalscheibe und diese finden sie nur unter „Rares“. Ich hab sie schon öfters in den Händen gehalten. Satte fünfundfünfzig Euro wollen sie dafür haben. Smarter Preis, aber mir viel zu teuer. Diese Platte kennen sie bestimmt aus dem Film High Fidelity. In einer Szene, wo Rob mit seinem Plattenladen anfängt, Pakete aufreizt, ist dieses goldene Stück im Hintergrund zu sehen.

Bei „Rares“ gibt es nur Platten die es gar nicht mehr gibt. Oder nur noch zehnmal auf der Welt.

Es gibt hier so viele Rubriken. Meine Lieblingsrubrik ist „Coverklau“. Hier befinden sich Platten, deren Cover sich so sehr ähneln, dass hier bestimmt geklaut worden ist. Manche kennen die Grundidee von der Visions. Aber in diesem Holzkasten wird sie besser geführt. Ich hätte nie gedacht, dass unter den schlimmen Fingern, auch The Strokes stecken. Ein Vergleich mit ihrem aktuellen Album und dem Album Aja von Steely Dan, finden sich Gemeinsamkeiten. Auch das neue von Franz Ferdinand mit der schreienden Frau. Dieses Cover stammt von einer russischen Platte. Könnte ich Russisch, würde ich genau sagen können, wie die Platte heißt.

Es gibt „Secound Hand Alben“ oder Secound Hand Singles“. Eine von Joe Strummer signierte Platte, Platten ohne Titel und Cover, Platten älter als meine Eltern, Platten die erst vor einen Monat erschienen und Platten die hätten nie erscheinen sollen.

Der Verkäufer an der Theke, den alle, wegen seiner Blässe und seinem Musikwissen Data nennen, spielt immer die passenden Songs. Zum Glück ist sein Laden so was von berühmt, dass er die neusten Demos aus England, der USA oder den Rest der Welt bekommt. Wer würde nicht gerne Vorab Songs von den Subways oder Hot Hot Heat hören wollen? Hier ist es möglich.

Auch gibt es ab und zu Konzerte. Zwei oder Drei im Monat. Von Bands in der Umgebung oder Bands die gerade in der Nähe sind um ihr Zeugs zu promoten. Ich weiß noch wie der Manager von den Kooks (die sich wohl nach einem David Bowie Song benannten) anrief um einen Termin für einen kleinen Gig zu bekommen. Ist nicht Junge, sagte Data und legte cooler auf als James Bond mit seiner Knarre tötet. Den Termin bekam dann eine schlechte HipHop-Crew. Ich denke Data wollte damit zeigen, was er von den Kooks hält.

Es ist nicht so, dass Data keine frischen und jungen Bands verabscheut, schließlich ist er für mich John Peel zum anfassen, nur weiß er was gut ist und was nicht gut ist. Ich hab ihm nur nie gebeichtet, dass ich das Debüt der jungen Engländer bei Saturn gekauft hab.

Vor kurzem kam ein Sampler raus, den Data mit ein paar seiner Kumpanen zusammengestellt hat. Er ist am Überlegen eines eigenen Labels. Nur die Lage sieht nicht grad grünlich für Labels aus. Die einen nehmen ab und die anderen zu.

Heute stöbere ich dann bei Soul & Blues rum. The Platters, John Lee Hooker oder Sam Cooke stehen auf meinem Programm. Vor vier Jahren, als ich hierher zog, begann ich mit einer Liste voller Bands, die ich mindestens einmal in meinem Leben gehört haben möchte. Aus einer Liste, wurde ein ganzer Ordner. Und jeder dieser Bands fand ich hier, hier in meinem Mekka, mein Tempel, mein zweites Zuhause, mein Paradies.

Neben der Theke, wo Data Kaffee ausschenkt und Bücher liest, liegen auch die neusten Musikzeitschriften aus. Aus aller Welt liegen die hier. Da stöbert man doch gerne ein bisschen herum.

Heute ist wirklich ein guter Tag. Data würde mich heut Abend zu sich nach Hause einladen, wo er seine eigene und große Plattensammlung hat, die er für die ganzen Mixtapes die er seinen Freunden und besten Kunden verschenkt, gebraucht, zu einem Kaffee einladen, wenn…

…ja, wenn dieser Plattenladen real wär.

2 Kommentare 2.4.07 17:35, kommentieren

Grand Hotel Van Cleef (MP3)

Es gibt Platten, da schaut man nach dem Label und weiß gleich sofort, diese Lohnt sich allein deswegen.

Genau so ist es mit dem Grand Hotel Van Cleef. Trotzdem sollte man auch mal vorher in die Sachen reinhören. Deswegen gibt es hier jetzt mal eine Liste von all den Interpreten die auf dem Label vertreten sind/waren.

 

Bernd Begemann- Ich Habe Nichts Erreicht außer dir

Death Cab For Cutie- The Sound Of Settling

Kettcar - Hauptsache Glauben

Maritime - Sleep Around

Marr - J.D. Mac Kaye

Olli Schulz & der Hund Marie - Der Moment

Tomte - Schreit Den Namen Meiner Mutter

Der Hund Marie - Stellt Mich Auf Die Beine

Pale - You Wanna Be So Good

Home Of The Lame- Rooftops

Ola Podrida - Cindy

1 Kommentar 2.4.07 17:51, kommentieren

The Horrors

 

 

24.Apr.2007 20:00
Magnet Berlin
25.Apr.2007 20:00
Underground Cologne
26.Apr.2007 20:00
Molotow Hamburg
27.Apr.2007 20:00
Backstage Munich

2.4.07 17:55, kommentieren

Fan-Cover: Razorlight

Es ist immer schön zusehen, wie manche "Nachwuchsbands" auf irgendwelchen Dorffesten Songs covern. Die Einen mehr schlecht als recht, die anderen meist schon besser als das Original. Doch es gibt auch sehr bekannte Bands, die andere Songs covern.

Zum Beispiel hätten wir da Razorlight, die haben einen song von Outcast mal gespielt und meiner Meinung nach, ist "Hey Ya!" in dieser Version genau Richtig.

Anhören ist Pflicht.

 

MP3: Razorlight - Hey Ya!

2.4.07 21:56, kommentieren

Indie Party

Falls einem nichts mehr einfällt für eine Indie-Party, dann brauch nur auf YouTube gehen und sich tolle, tanzbare Musikvideos anschaun... oder einfach diese hier mal anklicken:

NOISETTES - Sister Rosetta

1 Kommentar 3.4.07 19:12, kommentieren

Musik & Internet

Heute kommt kaum noch einer ohne das Phänomen Internet aus. Sei es wegen E-Mails, Kommunikationsplattformen oder sonstigen Kram. Im Internet wird konsumiert, beschaut, gelauscht, gequatscht und gefunden. Nichts und Niemanden der im neuen Zeitalter es zu etwas bringen will, kann auf das Internet verzichten.

Aber ist das Internet im Gebiet Musik ein Glücksgriff?

Formate wie MySpace oder YouTube haben einigen Bands oder Interpreten geholfen die weite Welt zu erreichen. Arctic Monkeys haben durch das Internet den großen Durchbruch geschafft, wie viele nun ihnen folgende Bands auch.

Über YouTube wurde zum Beispiel OK! Go durch ein skurriles Video bekannt und wurde dafür sogar ausgezeichnet. Nachwuchsmusiker stellen eigene kleine Videos ins Netz und spielen auf ihren akustischen Gitarren herum, klimpern Songs von Nirvana, Metallica oder Green Day. Diese erhoffen sich dadurch den Kontakt zu einem Produzenten, der sie promoten wird.

Viele denken, das Internet sei ein verlängerter Arm, der es erleichtert, dass Publikum zu erreichen. Ist dem aber wirklich so?

Zahlen lassen das Bestätigen. Über Millionen Logins bei MySpace zeugen: Die neue Generation will informiert werden.

Damals war es bei der Entdeckung neuer Bands nicht so leicht. Früher ging man öfters zum Kiosk, las die neusten Blätter (auch Fanzines), stöberte stundenlang in Plattenladen rum und kauften sich Sampler. Zur Hilfe gaben Bekannte oder Freunde so genannte Mixtapes voll gepackt mit, für ein selber, unbekannten Songs.

Heute ist man nur ein Klick von einer Band entfernt. Durch Google findet man 34.400.000 Ergebnisse zu „Indie rock“ oder bei Punk 102.000.000. Die Wahrscheinlichkeit Bandnamen zu entdecken die man vorher noch nicht kannte ist sehr groß.

Die Zeiten sind vorbei, wo junge Musikfans auf die Großen herauf geschaut haben. Sie informieren sich nicht mehr auf die „altertümliche“ Art und Weise. Die User auf Musikportale im Netz werden immer jünger. Auf der Straße kann man kaum noch das Alter der Kids ausmachen. Auch die Genres scheinen sich immer mehr zu vermischen. Wer heutzutage einen Palestinänserschal trägt, ist heutzutage kein Revolutionär mehr. Chucks, kaputte Jeans, Cobain-Shirts und längere Haare bei Jungs, sind keine wirklichen Merkmale für einen genreabhängigen Geschmack mehr.

So wird mit Genre im Netz auch gespielt wie nichts Gutes. Panic! At The Disco oder My Chemical Romanze gelte als die Emo-Bands, obwohl sie dieses dementieren. The Klaxons werden als New Rave bezeichnet, obwohl es dieses Genre gar nicht gibt. Bands die aus Hamburg kommen oder sich anhören wie die Hamburger Schule, werden sofort in diese Schublade gepackt. Schaut man sich die Verleihungen von MTV-Music-Awards an, staunt man nicht schlecht, wer alles für Rock nominiert ist.

Die Frage kommt auf: Gibt es noch „wahre“ Punk-, Rock-, Indie-, Emo- etc. –Bands? Green Day wird immer mit Punk in verbindung gebracht, jedoch, ist es Punk auf jedem Radiosender zulaufen, oder die eigenen Videos immer teuerer werden, bei kommerziellen Sendern erscheinen und die Konzerte in Konzertarenen stattfinden? Sind The Kooks wirklich Indie, obwohl sie auf einem Major ihr Album raus gebracht haben oder sie in der NME gefeiert werden wie US5 in der Bravo? Evanescence sind in der Kategorie „beste Rockband“ nomiert woden, doch, bitte wo sind sie Rock?

Auch der Austausch von MP3s verschlimmert die momentane Situation. Denn dieses illegale Handeln ist ein Aufhänger für das Ansteigen der Preise von Tonträger. Zusätzlich noch die verschiedenen Arten von Kopierschutz, erschweren manchen das Hören auf der heimischen Anlage, PC oder den tragbaren Player. In den meisten CD-Regalen finden sich immer wieder gebrannte CD-RWs. Einige besitzen schon Alben Wochen oder gar Monate vor Veröffentlichungsdatum.

So informativ das Internet auch ist, es hat nicht nur positive Seiten. ´

Doch verzichten, dass kann die Musikindustrie nicht mehr.

3.4.07 19:27, kommentieren

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