Live: We Are Scientists, Ian O'brian Docker, Fathead, Sweet Mashine, Next To The Nail 28.04.07

Coca Cola hat ins Dock eingeladen um drei Nachwuchsbands zu unterstützen, die es „verdient“ haben sollten, gefördert zu werden. Ins Rennen gingen diesmal Next To The Nail, Sweet Mashine und Fathead. Schon mal vorweg. Wer hier erwartet ich hätte an diesem Abend etwas Geniales erlebt, der brauch nicht weiter lesen.

 

Das Puplikum bestand hauptsächlich aus Emokiddis, Schwarz, Sternchenpullis und tausenden Chucks/Vans-Träger. Das Docks ist hier schon passend gewesen. Denn dieses Event erwartete schon mehrere hundert Personen.

 

Die Schlange vor dem Klub war recht groß, denn um sieben Uhr (noch ganz schön früh) wollte die Meute das alte Docks stürmen. Passkontrolle sicherte, dass keiner unter 16 reindurfte. Die schon 18 waren, bekamen ein Armband, so durfte man Bier und anderes Alkoholzeugs beziehen. Danach wurde einen noch eine kleine Tüte in die Hand gedrückt, mit Ohrstöpsel, Gutschein für iTunes, ein Anhänger und eine Karte die man zu einer Verlosung gebrauchen konnte, ohne das man vorher gewarnt worden ist, was zur folge hatte, dass die Meisten diese Karten in den Müll warfen.

 

Kaya (von Delta Radio) eröffnete die Show, kündigte die Bands an und übergab das Mikro an Anastasia, eine bescheuerte MTV-Girlie-Modie… schreckliches Kleid. Sie sollte also den Abend moderieren. Sie und dieser Ian O’ Brian Docker (der auch noch auftreten sollte). Großes Blabla: „Wie geil hier zusein… derbe… geil… fett… rockig…“

 

Wer hier bei reinem Verstand war kam sich auf einer Bravo-Super-Show vor. Doch ich hielt standhaft, war ja nicht allein da.

 

Next To The Nail machten den Anfang. Die gaben als Referenzen Billy Talent, Die Ärzte und noch wen unbedeutendes an. Und was spielten sie? Schlechte Billy Talent Covers mit eigenen Texten. Die Gruppe sah aus als seien es „ehemalige“ HipHoper gewesen, die mit einer Rockband Mädchen aufreißen wollen. Und den hässlichsten von Allen haben sie auch noch an die Drums gesteckt.

 

Am Ende ihres geschrammel gingen sie von der Bühne und sagten noch zu einem Mädel schreiend: „Wir sind jetzt Rockstars!“ Wie schlecht, denkt man da nur. Hätten die das zu mir gesagt, hätte ich denen gehörig meine Meinung gesagt.

 

Kaya kam wieder, verloste fünf iPods, die bis nach Show-Ende immer noch nicht gänzlich abgeholt worden sind (wegen den tausenden Verlosungskarten im Müll).

 

Dann waren plötzlich Sweet Mashine aus Berlin auf der Bühne. Vom Team her, aufgebaut wie The Subways. Die Band wünscht sich am meisten Motörhead zu suporten. Dann mal viel Glück sag ich da nur. Das Einzig gute an der Band aufjeden die Bassistin. Ich glaub nur wegen ihr, fand die Band Anklang ans Publikum. Auch hier würde ich keine Platte kaufen.

 

Gelaber…

 

Oh, Fathead. Sänger sieht aus wie der Typ von Papa Roach. Die Musik wie My chemical Romance und das Puplikum (klar, sind ja Emos) gehen voll damit ab. Sie verschenkten CDs, der Sänger war plötzlich oben Ohne und es war sofort klar, die gewinnen den Abend.

 

So war es dann auch. Wählen durfte das Publikum durch schreien. Je länger und lauter, desto besser. Fathead dürfen unverdient auf dem Hurricane auftreten.

Dann trällerte auch noch Ian uns seine Songs vor. Ich dachte immer der macht so ein Singer/Songwriter-Kram, mir schwulem Kiddispop habe ich nicht gerechnet. Der Bassist hatte dann noch Stress mit so einem Emokiddie und der Emo flog raus. Einer weniger von diesen Vögeln.

 

Den Abend konnten also nur noch die Jungs aus New York retten, der Grund meines Besuches. Und was ist? We Are Scientists haben alles rausgeholt. Haben mit Witz und Charme wieder bewiesen, dass gute alte Indie Rock kann noch Spaß machen. Leider fand das Emohaftiege Publikum, zu der Mucke muss man unbedingt moschen. Ich glaub die würden sogar zu Bright Eyes pogen.

 

Am Ende gab es noch eine Coke umsonst zum wegschmeißen. Zur Erholung ging es dann in den Grünen Jäger… ab aufs Sofa!

 

3.5.07 10:21

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